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Der alte Hüttenweg

Die Glaserzeugung hing in der Vergangenheit von einer ausreichenden Menge Holz ab, das als Brennmittel diente. Deshalb entstanden die ersten Glasfabriken inmitten von Wäldern. Die Glaserfamilie Riedel errichtete in den Jahren 1774–1775 die Bergsiedlung Kristiánov, wo einige Häuser der hiesigen Mitarbeiter in der Nähe der Glasfabrik standen.


Der Weg, an dem Sie sich befinden, verband die Glasbläser mit der Außenwelt. Hier versorgte sich die Siedlung mit Hilfe von Pferdefuhrwerken mit Rohstoffen für die Produktion, aber auch mit Essen und weiterem Bedarf der Glasbläser. In die entgegengesetzte Richtung wurden zerbrechliche Produkte auf steinigen Wegen abtransportiert. Nach mehr als hundert Jahren brannte die Glasfabrik im Jahre 1887 nieder und die Siedlung verschwand nach und nach. Heute erinnert nur noch ein ursprüngliches Haus, in dem während der Saison die Exposition mit dem Namen „Glasersiedlung in Kristiánov“ zugänglich ist, an die Geschichte der Glaserzeugung in dieser Gegend. 

Kristiánov Anfang des 20. Jahrhunderts. Im Vordergrund sind die Fundamente der niedergebrannten Glasfabrik, in der Mitte steht das Herrenhaus, der einstige Sitz des Hüttenmeisters. Das Objekt brannte im Jahre 1938 nieder.

Über der erwähnten Brücke befand sich eine einzigartige Felsenbrücke. Sie endete unter dem Wasserpegel des Stausees.


Auch wenn heute ein Teil des alten Hüttenwegs durch den Stausee Josefův Důl überschwemmt ist, können Sie seine nicht unter Wasser stehenden Abschnitte zum Besuch Kristiánovs nützen. Der neue Weg führt über den Damm des Stausees und von dort aus bietet sich ein wunderschöner Ausblick sowohl auf den einsamen Bergsee als auch auf die Gemeinde Josefův Důl, welche im Tal liegt.

Textkooperation: Otokar Simm
Bilder: Jan Zeman, Miloslav Nevrlý, Petr Kurtin

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