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Wasserstollen

Nicht trampeln! In einer Tiefe von etwa 130 m unter Ihnen befindet sich ein unterirdischer Stollen, der Rohwasser aus dem Stausee Josefův Důl (im Wald hinter dem Hügel) in die Aufbereitungsanlage Bedřichov (im Tal vor Ihnen) leitet.


Dieser versorgt 55 000 Abnehmer in Liberec mit hochwertigem Trinkwasser. Im Stausee beginnt der Stollen unter dem Stahlbetonturm, der über die Oberfläche ragt und über eine 150 m lange Fußgängerbrücke erreichbar ist (nicht öffentlich). Neben Rohren mit Wasser sind im Stollen spezielle Forschungsinstrumente platziert, die leichte Erschütterungen und Bewegungen der Erdkruste erfassen können.

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Durch das Rohr fließen durchschnittlich 150 l/s, seine Kapazität beträgt aber bis zu 800 l/s.


Es wird nicht nur das Verhalten des lokalen Granitmassivs untersucht, sondern auch die Verbreitung von seismischen Wellen hervorgerufen durch Erdbeben in verschiedenen Teilen der Welt. Auch wenn die Bedřichover Wasseraufbereitungsanlage eigentlich ein moderner Betrieb ist, erinnert ihre Architektur mehr an eine große Berghütte. Ein interessantes technisches Detail des unterirdischen Werks ist, dass an beiden Enden des Stollens Wasserturbinen platziert sind, die Elektrizität erzeugen. Daher kann man überspitzt sagen, dass je mehr Wasser in Liberec verbraucht wird, umso mehr Elektrizität wird erzeugt.

Textkooperation: Vladimír Bělohradský, Otokar Simm
Bilder: Kamil Voděra, Severočeské vodovody a kanalizace, a. s., Vladimír Bělohradský

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