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Hrabětice – Dorf in den Wolken

Hrabětice (dt.: Grafendorf) wurde, wie der Name schon sagt, vom Grafen (tsch.: hrabě) Albrecht Maximilian Desfours um das Jahr 1700 gegründet. Die ersten Bewohner lebten von der Landwirtschaft. Seine Bergfelder lieferten jedoch aufgrund der Lage deutlich über dem Meeresspiegel nur spärliche Nahrung.


Deshalb bestand die Gemeinde anfangs nur aus einigen Häuschen. Ende des 18. Jahrhunderts wurde aber in den umliegenden Wäldern mit der Glaserzeugung begonnen, und das führte auch zur Weiterentwicklung von Hrabětice. Schrittweise wurden Straßen gebaut, die einen guten Zugang ermöglichten. Die steilere, die direkt nach Janov führt, geht durch Malý Semerink (dt.: Klein-Semmering). Durch Velký Semerink (dt.: Groß-Semmering) führt in einem Bogen eine sanfter ansteigende Straße.

Von den Weiden über der „Kapelle“ aus zeichnen sich am Horizont die Bergrücken des Riesengebirges ab.

Auf dem Weg von der Aussichtswarte Slovanka eröffnen sich Ausblicke auf den Malinový vrch und die Královka.


Die Namen sind von den bekannten Bergstraßen Niederösterreichs abgeleitet. Heute ist Hrabětice Teil von Janov nad Nisou. Die früher ruhige Siedlung hat sich in den letzten Jahren in ein touristisches Bergareal gewandelt. In den Wintermonaten gibt es hier eine Reihe von Skiliften und für Anfänger und Kinder herrschen hier ideale Bedingungen zum Erlernen des Skifahrens. In der Nähe der sogenannten Kapelle, der ursprünglichen Feuerwache, wird im Winter eine Langlaufloipe geführt, die an die Isermagistrale anschließt. Das Langlaufen, Wandern und Rad- und Tretrollerfahren sind dank dem sanften Profil des Isergebirges die idealen Sportarten in diesem Gebiet.

Textkooperation: Otokar Simm
Bilder: Petr Kurtin

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